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Osteoporose Diagnostik und Therapie
Hintergrund: Im Alter nimmt die Knochenfestigkeit ab. Durch bestimmte Risikofaktoren kann dieser Vorgang verstärkt werden. Hierzu gehören u.a.:
- - Medikamenteneinnahme über einen längeren Zeitraum (z.B. Kortison, Hormone)
- - Stoffwechselerkrankungen
- - einseitige Ernährung
- - Über- u. Untergewicht
- - Nikotin
- - Bewegungsmangel
Gefahren: Durch den Abbau der Knochenbälkchen verliert der Knochen immer mehr an Festigkeit.
Das Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden, steigt.
Dies betrifft die großen Knochen (z.B. den Schenkelhals) genauso wie die Wirbelsäule.
Diagnose: Ein wichtiger Teil der Diagnostik ist die Bestimmung der Knochendichte. Wir führen diese Messung mit der von den Fachgesellschaften empfohlenen DXA-Messung durch. Hierbei wird die Knochendichte im Bereich der Lendenwirbelsäule und/oder im Bereich der Hüftgelenke ermittelt. Nur für diese Messmethode gibt es Vergleichsuntersuchungen die eine Beurteilung und eine gesicherte Therapieempfehlung ermöglichen.
Vorsicht: Die Messverfahren, wie sie z.B. in Apotheken oder auf Messen angeboten werden, sind unseriös und bieten keine Grundlage für eine gesicherte Diagnose oder Therapie.
Wer sollte sich untersuchen lassen? Wenn keine besonderen Risikofaktoren vorliegen Frauen ab dem 40. und Männer ab dem 50 Lebensjahr.
Kosten: Sollte die Messung und die weiteren Untersuchungen eine Osteoporose nachweisen, werden die Kosten für die Messung und die dann notwendigen Medikamente von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Ergibt sich kein Nachweis einer Osteoporose müssen die Kosten für die Messung (derzeit 46,63 €) und für die häufig trotzdem sinnvolle Einnahme von Kalzium und Vitamin D3 vom Versicherten übernommen werden.
Therapie: Als Grundlage der Behandlung dient immer eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D3. Dies kann durch eine sinnvolle Ernährung erreicht werden und wird durch die Einnahme von Medikamenten ergänzt. Die ausreichende körperliche Belastung, der Schutz vor Stürzen durch Gleichgewichtsstraining und die Beseitigung von Gefahrenstellen in der Wohnung sind fester Bestandteil der Vorsorge. Besteht bereits eine deutliche Abnahme der Knochenfestigkeit werden die Maßnahmen durch die Einnahme von speziellen Medikamenten ergänzt, die den weiteren Knochenabbau stoppen und die Knochenfestigkeit steigern.
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